Ein Nutzer sucht im digitalen Katalog, findet den perfekten Titel und tippt auf „Ausleihen“. Statt das Buch zu öffnen, sieht er: „Dieser Titel ist derzeit ausgeliehen. Sie sind Nummer 47 in der Warteschlange. Geschätzte Wartezeit: 14 Wochen.“ Das Versprechen der digitalen Ausleihe verfliegt.
Bibliotheken mit Simultanausleihe kennen keine Warteschlangen.
Wie jedes Modell funktioniert
Ein-Exemplar-pro-Nutzer (OCOU) spiegelt das physische Modell wider. Nur ein Nutzer kann gleichzeitig ausleihen.
Simultanausleihe behandelt digitale Inhalte als unbegrenzt replizierbare Daten.
Nutzererlebnis: Der sichtbarste Unterschied
Unter OCOU sind die populärsten Titel am schwersten zugänglich. Simultanausleihe beseitigt dieses Problem.
- 40-60 % weniger abgebrochene Sitzungen.
- 2,1-fache Ausleihen pro Nutzer und Monat.
- 34 Punkte höhere Zufriedenheit.
Kostenstruktur
OCOU-Lizenzen sind pro Titel günstiger, erfordern aber oft Mehrfachkopien.
- OCOU: 5 Kopien à 45 $ = 225 $. 120 Ausleihen/Jahr. Kosten: 1,88 $/Ausleihe.
- Simultan: 1 Lizenz à 110 $. 350 Ausleihen/Jahr. Kosten: 0,31 $/Ausleihe.
Verlagsbeziehungen
Nicht alle Verlage bieten Simultanausleihe an. In Märkten wie Lateinamerika, wo digitale Bibliotheksplattformen noch Normen etablieren, gibt es mehr Flexibilität.
Die richtige Entscheidung
- Universitätsbibliotheken: Simultanzugang priorisieren.
- Öffentliche Bibliotheken: Hybridansatz.
- Firmenbibliotheken: Fast immer Simultanzugang.
Für eine vollständige Anleitung lesen Sie unseren Leitfaden zum Aufbau eines digitalen Ausleihprogramms.